Geschichten · Lufthansa · Ratgeber · 4 Min. Lesezeit
Lufthansa Airbus A350-1000: First-Class-Suiten, zuerst nach Tokio, dann Singapur
Mitte November landet der erste Airbus A350-1000 von Lufthansa in München. Ab 3. Dezember 2026 fliegt das neue Flaggschiff nach Tokio/Haneda, danach nach Shanghai und Singapur, stets mit der Allegris-Kabine.

Die meisten Flugzeugnachrichten interessieren nur Menschen, die Kennzeichen sammeln. Diese betrifft alle, die weit fliegen, um in die Sonne zu kommen, denn sie verändert den Sitz, in dem man die Nacht verbringt. Lufthansa stellt ihren ersten Airbus A350-1000 in Dienst und nennt ihn ihr neues Flaggschiff. Der erste Flug mit Gästen startet am 3. Dezember 2026 in München, Ziel ist Tokio/Haneda.
Toulouse, München, Tokio
Mitte November fliegt die Maschine aus den Airbus-Werken in Toulouse nach München. Dort erledigt Lufthansa die letzten Arbeiten, bevor sie in Dienst geht. Nach dem Auftakt in Tokio kommen in den folgenden Wochen Shanghai und Singapur hinzu. Auf allen drei Strecken wechseln sich der A350-1000 und der kleinere A350-900 ab, und jeder dieser Flüge wird mit der Allegris-Kabine angeboten.
Singapur habe ich mir angestrichen. Die Stadt liegt knapp nördlich des Äquators, mitten in dem, was ich den Palmengürtel nenne, und für viele Reisende aus Europa ist sie der Umsteigeort nach Bali. Ein neues Flaggschiff auf dieser Strecke ist ein neuer Anfang für jede Palmenreise.

Vier Klassen und eine Suite für eine Person
Der A350-1000 ist 73,80 Meter lang und damit exakt sieben Meter länger als der A350-900. Lufthansa bringt darin 300 Gäste in vier Reiseklassen unter. Die First Class ist winzig und sehr privat: drei bis vier Plätze, nämlich zwei Einzelsuiten und eine „Suite Plus“. Die Business Class hat 49 Plätze, acht davon in Suiten. Dahinter folgen 35 Plätze in der Premium Economy und 212 in der Economy.
Heiko Reitz, Bereichsvorstand Lufthansa Airlines und Hub Manager München, bringt den Zweck der zusätzlichen Länge auf den Punkt: „Unser neues Flaggschiff bietet 40 Prozent mehr Business und Premium Economy Sitze.“ Der A350-1000 stärke den Premium-Hub München, sagt er.
Ein Flugzeug namens Deutschland
Die erste Maschine trägt die Kennung D-AIFA und den Namen „Deutschland“. Sie ist das 700. Flugzeug, das Airbus an die Lufthansa Group ausliefert, und das siebte der Lufthansa-Flotte in der Sonderlackierung zum 100-jährigen Gründungsjubiläum. Insgesamt hat die Lufthansa Group 15 Flugzeuge dieses Typs bestellt, die bis 2030 ausgeliefert werden. Die ersten zehn fliegen für Lufthansa und sind in München stationiert.
Weniger Treibstoff, weniger Lärm
Zwei Triebwerke vom Typ Rolls-Royce Trent XWB-97, modernste Aerodynamik und eine Struktur, die zu mehr als der Hälfte aus Verbundwerkstoffen besteht, ergänzt um Titan und moderne Aluminiumlegierungen: Zusammen senkt das den Treibstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen um 25 Prozent gegenüber Flugzeugen der Vorgängergeneration. Zudem ist der A350-1000 deutlich unterhalb der neuesten ICAO-Lärmstandards nach Kapitel 14 zertifiziert. Reitz nennt die Einführung einen Teil der größten Flottenmodernisierung in der Geschichte der Lufthansa Group.
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